Photovoltaikanlage kaufen: Die ultimative Checkliste - 1

Photovoltaikanlage kaufen: Die ultimative Checkliste

Facebook
LinkedIn
WhatsApp

Der Kauf einer Photovoltaikanlage ist eine Investition in die Zukunft – sowohl ökologisch als auch finanziell. Wenn Sie eine Photovoltaikanlage kaufen möchten, gibt es jedoch zahlreiche Punkte zu beachten – von den richtigen Planungsunterlagen bis hin zu rechtlichen Vorgaben und Fördermöglichkeiten. Mit steigenden Energiepreisen und attraktiven Fördermodellen setzen immer mehr Hausbesitzer auf Solarenergie und moderne Solartechnik, um langfristig Kosten zu sparen und die Umwelt zu entlasten. Laut einer aktuellen Studie des Fraunhofer ISE lag der durchschnittliche Strompreis für private Haushalte Anfang 2025 bereits bei 42,3 Cent pro kWh, während sich die Gestehungskosten von Solarstrom aus einer PV-Anlage häufig unter 10 Cent pro kWh bewegen. Damit sich diese Investition in eine Solaranlage auszahlt, sind eine sorgfältige Planung und rechtliche Absicherung unerlässlich.

Unsere Checkliste zeigt, worauf Sie achten müssen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden und von maximalen Förderungen zu profitieren.

Photovoltaikanlage kaufen: Die ultimative Checkliste - 1

Rechtssicher zur eigenen Photovoltaikanlage - Checkliste

Mit unserer Checkliste vermeiden Sie typische Fehler beim PV-Kauf und sichern sich Planungssicherheit, Fördervorteile und klare Vertragsgrundlagen.

PV-Anlage: Unterlagen & Systemkonfiguration

Ein zentraler Punkt vor dem Kauf einer PV-Anlage sind die Planungsunterlagen: Diese müssen zwingend Bestandteil des Vertrags sein und vom Lieferanten ausdrücklich akzeptiert werden. Nur so können spätere Streitigkeiten über vereinbarte Leistungen einer Photovoltaikanlage ausgeschlossen werden.
Darüber hinaus sollten Sie sicherstellen, dass die Systemkonfiguration Ihrer Solaranlage exakt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Diese wird am besten in einem Kundendatenblatt dokumentiert, das alle technischen Details enthält – von der geplanten Modulleistung über den Wechselrichtertyp bis hin zur Speichergröße für Ihren PV-Stromspeicher.
Neu seit dem EEG 2023: Nach § 12 Abs. 3 UStG unterliegt die Lieferung, Installation und Lieferung wesentlicher Komponenten von Solaranlagen bis 30 kW – bei Installation auf oder in der Nähe von Wohngebäuden – dem Nullsteuersatz (0 % Umsatzsteuer). Dieses steuerliche Privileg sollte in den Planungsunterlagen klar berücksichtigt werden, da es die Gesamtkosten der PV-Anlage erheblich senkt und damit den Kauf einer Photovoltaikanlage zusätzlich attraktiv macht.

 

Dachfläche & Solardachpflicht prüfen 

Ein häufig unterschätzter Faktor ist die Eignung der Dachfläche für eine PV-Anlage. Hierbei geht es nicht nur um die Tragfähigkeit, sondern auch um die Ausrichtung und den Neigungswinkel. Optimal ist in der Regel eine Südausrichtung mit einem Neigungswinkel zwischen 30° und 35° der PV-Anlage, wobei Ost-West-Dächer dank moderner Solar- und Modultechnologie mittlerweile ebenfalls effizient genutzt werden können.
Das Installationsunternehmen sollte die Ergebnisse dieser Prüfung schriftlich im Vertrag über die PV-Anlage festhalten. Auch die Montageumgebung muss sorgfältig geprüft werden: Kabelschächte, Zufahrtswege, mögliche Verschattungen und bauliche Besonderheiten können sonst zu versteckten Zusatzkosten beim Kauf einer Solaranlage führen.
Seit 2024 gilt zudem: In einigen Bundesländern gibt es eine Solardachpflicht für Neubauten und teilweise auch für Sanierungen. Prüfen Sie deshalb vorab die regionalen gesetzlichen Anforderungen für Photovoltaikanlagen. Der Installateur sollte Sie außerdem aktiv bei der Beantragung von baurechtlichen Genehmigungen unterstützen, idealerweise mit fertigen Formularen und Checklisten. Das spart Zeit, vermeidet Fehler und beschleunigt die Inbetriebnahme Ihrer Photovoltaikanlage.

 

EEG 2023 Anforderungen für Photovoltaikanlagen 

Damit Ihre Photovoltaikanlage rechtssicher betrieben werden kann, muss sie den aktuellen Vorgaben des EEG entsprechen, insbesondere den Regelungen nach § 9 EEG. Diese betreffen Sicherheitsnormen, technische Standards und die Einhaltung der VDE-Richtlinien für Solaranlagen.
Seit dem Inkrafttreten des EEG 2023 müssen Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 25 kW und weniger als 100 kW gem. § 9 Abs. 2 EEG mit einer technischen Einrichtung ausgestattet sein, die es dem Netzbetreiber ermöglicht, die Einspeiseleistung aus der PV-Anlage bei Bedarf aus der Ferne zu steuern. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Installateur Ihnen den Einbau einer entsprechenden ferngesteuerten Einspeisemanagement-Schnittstelle ausdrücklich bestätigt.
Ebenso entscheidend sind die Netzanschluss- und Anschlussnutzungsverträge mit dem jeweiligen Netzbetreiber. Da diese oft komplex sind, empfiehlt es sich, das Installationsunternehmen mit dem gesamten Schriftverkehr zu beauftragen. So stellen Sie sicher, dass alle Unterlagen fristgerecht eingereicht werden und die PV-Anlage schnell ans Stromnetz angeschlossen werden kann.

 

Kosten & Förderung beim Kauf einer Photovoltaikanlage

 

Förderungen & Einspeisevergütung

Wenn Sie eine Solaranlage kaufen wollen, lauern häufig versteckte Zusatzkosten neben den Anschaffungskosten. Dazu zählen Erdarbeiten, Gerüste, Isolierungen oder die Versetzung von Satellitenschüsseln und Empfangsgeräten. Klären Sie deshalb vor Vertragsabschluss über die PV-Anlage, ob diese Positionen im Preis enthalten sind.
Ein Festpreisvertrag mit detailliertem Leistungskatalog schützt Sie vor unerwarteten Nachforderungen. Außerdem sollten feste Leistungstermine im Vertrag fixiert sein, um Projektverzögerungen zu verhindern.

 

Versteckte Kosten vermeiden

Ein detaillierter Kostenplan, der die Förderungen berücksichtigt, verhindert böse Überraschungen beim Kauf einer Photovoltaikanlage. Tipp: Seit Inkrafttreten des EEG gelten neue Vergütungssätze für Strom aus Photovoltaikanlagen. Für PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von bis zu 10 kW, die auf, an oder in Gebäuden installiert sind, beträgt der anzulegende Wert gemäß § 48 Abs. 2 Nr. 1 EEG 8,51 ct/kWh. Betreiber, die sich für eine Volleinspeisung entscheiden, erhalten zusätzlich einen Zuschlag von 4,8 ct/kWh gemäß § 48 Abs. 2a EEG. Damit ergibt sich für kleine Dachanlagen, die den gesamten erzeugten Solarstrom einspeisen, eine Vergütung von insgesamt 13,31 ct/kWh.
Allerdings sinken die tatsächlichen Vergütungssätze für Neuanlagen durch die Degression alle sechs Monate. Ab August 2025 liegt die Vergütung bei Volleinspeisung für PV-Anlagen bis 10 kWp voraussichtlich bei rund 12,48 ct/kWh – ein wichtiger Faktor bei der Kalkulation der Photovoltaik-Kosten. 

 

Gewährleistung & Versicherung bei Photovoltaik

Die Qualität Ihrer Photovoltaikanlage hängt maßgeblich von einer guten Gewährleistung ab. Vereinbaren Sie mindestens fünf Jahre Gewährleistung auf alle Komponenten der PV-Anlage, auch wenn die gesetzliche Mindestfrist nur zwei Jahre beträgt.
Darüber hinaus sollten Sie keine Haftungsausschlussklauseln akzeptieren und sich unbedingt eine Betriebshaftpflichtversicherung des Lieferanten vorlegen lassen. Bei komplexen PV-Anlagen kann auch eine separate Montageversicherung sinnvoll sein, um Risiken während des Einbaus abzudecken und Schäden an der Solaranlage abzusichern.

 

Fazit – Photovoltaikanlage kaufen lohnt sich

Eine Photovoltaikanlage ist nicht nur eine Investition in die Umwelt, sondern auch in Ihre finanzielle Zukunft. Mit der richtigen Planung, klaren Vertragsvereinbarungen und fundierten Kenntnissen über aktuelle Förderungen, Solaranlage-Kosten und gesetzliche Vorgaben lassen sich viele Risiken vermeiden. Nutzen Sie unsere Checkliste, um Schritt für Schritt sicherzugehen, dass Sie alle rechtlichen, technischen und finanziellen Aspekte abgedeckt haben.
Mit einem gut vorbereiteten Kauf einer PV-Anlage sichern Sie sich langfristig niedrige Stromkosten, attraktive Einspeisevergütungen und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

 

Fragen zum Kauf einer PV-Anlage?

Wenn Sie Fragen zum Kauf einer PV-Anlage haben oder Unterstützung bei Planung und Vertragsgestaltung benötigen, beraten wir Sie gerne. Unsere Rechtsanwälte für Energie- und Vertragsrecht unterstützen Sie nicht nur bei Photovoltaik, sondern auch bei Themen wie Einspeiseverträgen, EEG-Vergütung, Gewährleistung und Genehmigungen.

Vereinbaren Sie gerne einen Beratungstermin!

❓ FAQ Photovoltaikanlagen: Kosten, Förderung, Einspeisevergütung & Nullsteuersatz

Beim Kauf einer Photovoltaikanlage können 2025 die EEG-Einspeisevergütung, KfW-Programme sowie regionale Landes- und Kommunalförderungen genutzt werden. Viele Förderungen sind kombinierbar, insbesondere mit Batteriespeichern.

 

Ja. Auch 2025 gilt für eine Photovoltaikanlage bis 30 kWp der Nullsteuersatz von 0 % Umsatzsteuer nach § 12 Abs. 3 UStG, sofern sie auf oder nahe Wohngebäuden installiert werden.

In mehreren Bundesländern gilt seit 2024 eine Solardachpflicht für Neubauten und teils für Sanierungen. Die konkreten Anforderungen variieren je nach Landesbauordnung und sollten vor dem Kauf einer PV-Anlage geprüft werden.

Ja. Jede neue Photovoltaikanlage muss im Marktstammdatenregister eingetragen und beim Netzbetreiber angemeldet werden, um Einspeisevergütung nach dem EEG 2023 zu erhalten.

Wenn Sie eine PV-Anlage kaufen, hängt die Speichergröße vom Stromverbrauch ab. Für Einfamilienhäuser sind meist 5–10 kWh sinnvoll. Faustregel: 1 kWh Speicher pro 1.000 kWh Jahresverbrauch.

Eine Versicherung der Photovoltaikanlage ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber dringend empfohlen. Eine Photovoltaikversicherung schützt vor Schäden durch Sturm, Feuer oder Vandalismus und kann mit Ertragsausfall- und Batterieschutz kombiniert werden.

Ja. Trotz sinkender Einspeisevergütung machen hohe Strompreise und Eigenverbrauch eine Photovoltaikanlage wirtschaftlich attraktiv.

Je nach Kosten und Verbrauch meist 8–12 Jahre. Dies sollten Sie mit einbeziehen, wenn Sie eine PV-Anlage kaufen möchten.

In der Regel nein, Ausnahmen gelten bei Denkmalschutz oder Sonderlagen bezüglich der Genehmigung für eine Photovoltaikanlage.

Der Wechsel bei der Photovoltaikanlage muss dem Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister gemeldet werden.

Weiterführende Themen

*Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung im Einzelfall dar. Die Inhalte wurden mit größter Sorgfalt und nach bestem Wissen erstellt. Dennoch kann keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernommen werden. 

Der Beitrag wurde am 22. Januar 2026 aktualisiert.

Änderungen der Rechtslage oder der Rechtsprechung, die nach diesem Datum erfolgt sind, sind nicht berücksichtigt. Bitte wenden Sie sich für eine individuelle rechtliche Beratung an einen Rechtsanwalt.

Kontaktieren Sie uns!

Haben Sie Fragen oder benötigen Sie rechtliche Unterstützung? Unser Team steht Ihnen zur Verfügung!

Haben Sie eine Rechtsfrage? Dann klicken Sie hier.

Haben Sie eine allgemeine Frage, füllen Sie das Formular unten aus.

Kontaktformular

Nachricht senden

Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
Firma
Name(erforderlich)
Telefon
E-Mail
Nachricht *
Nach oben scrollen